Glossar
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TCP/IP ist das grundlegende und weltweit standardisierte Protokoll-Bundle, das die Kommunikation und den verlässlichen Datenaustausch zwischen Computern und Netzwerken im globalen Internet regelt. Während das IP-Protokoll für die korrekte Adressierung und den Transport der einzelnen Datenpakete sorgt, stellt das TCP-Protokoll die fehlerfreie Übertragung und richtige Reihenfolge der Daten sicher. Ohne diesen universellen Kommunikationsstandard wäre ein moderner, plattformübergreifender Datenaustausch im heutigen Digitalzeitalter technisch unvorstellbar.

Telemetrie bezeichnet die automatisierte Erfassung, Übertragung und Auswertung von Betriebs- und Messdaten von weit entfernten Systemen, Sensoren oder Softwareanwendungen an eine zentrale Empfängergruppe. Im industriellen Mittelstand (IoT / Industrie 4.0) ermöglicht diese Technologie die kontinuierliche Fernüberwachung von Maschinenlaufzeiten und Prozessparametern in Echtzeit. Die gewonnenen Telemetriedaten bilden die entscheidende Grundlage für datenbasierte Optimierungen, vorbeugende Instandhaltungskonzepte und präzise Fehlerdiagnosen aus der Ferne.

Ein Terminalserver ist ein zentraler Hochleistungsserver im Rechenzentrum, auf dem mehrere Benutzer gleichzeitig in voneinander isolierten Betriebssystem-Sitzungen remote arbeiten können. Da alle Anwendungen und Daten direkt auf dem Server verarbeitet werden, benötigen die Mitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen lediglich einfache Endgeräte wie Thin Clients oder Laptops. Diese Zentralisierung spart mittelständischen Unternehmen signifikante Administrationskosten, da Updates, Sicherheitsrichtlinien und Backups nur noch an einer einzigen Stelle gepflegt werden müssen.

Ein Thin Client ist ein minimalistischer, kostengünstiger Computerarbeitsplatz, der über kaum eigene Rechenleistung oder lokalen Speicherplatz verfügt und alle Anwendungen direkt von einem zentralen Terminalserver ausführt. Die gesamte Datenverarbeitung findet somit im hochsicheren Rechenzentrum statt, während der Thin Client lediglich das Bildsignal anzeigt und Tastatur- sowie Mauseingaben überträgt. Dieses Hardware-Konzept vereinfacht die zentrale IT-Administration im Mittelstand massiv, reduziert den Stromverbrauch im Büro spürbar und erhöht die Datensicherheit bei Diebstahl von Endgeräten.

Threat Intelligence bezeichnet das systematische Sammeln, Analysieren und Auswerten von globalen Daten über aktuelle Cyber-Bedrohungen, Angreifergruppen und deren spezifische Angriffsmethoden. Diese Erkenntnisse helfen der internen IT-Sicherheit oder externen Partnern, die eigene Abwehr proaktiv auf neuartige Angriffsszenarien vorzubereiten. Für den modernen Mittelstand ist Threat Intelligence ein entscheidender Hebel, um nicht nur auf bestehende Vorfälle zu reagieren, sondern zukünftige Hackerangriffe präventiv abzuwehren.

Unter Tokenisierung versteht man in der IT-Sicherheit die Ersetzung sensibler Daten (wie Kreditkartennummern oder personenbezogener Daten) durch einen bedeutungslosen, eindeutigen Platzhalter, den sogenannten Token. Der eigentliche, sensible Wert wird sicher verschlüsselt in einer separaten Datenbank aufbewahrt, während im regulären IT-Workflow nur mit dem wertlosen Token gearbeitet wird. Dieses Verfahren reduziert die Compliance-Anforderungen für den Mittelstand drastisch und schützt sensible Kundendaten im Falle eines erfolgreichen Cyberangriffs vor unbefugtem Missbrauch.

Ein Trojaner ist eine tückische Art von Schadsoftware, die sich als nützliche, legitime Anwendung tarnt, um den Benutzer zur Installation auf seinem Computersystem zu verleiten. Einmal ausgeführt, öffnet das Schadprogramm im Hintergrund unbemerkt eine Hintertür (Backdoor) für Cyberkriminelle oder lädt weitere gefährliche Malware wie Ransomware nach. Für Unternehmen ist diese Bedrohung besonders gefährlich, da Angreifer über Trojaner vollständigen Zugriff auf das interne Netzwerk und sensible Geschäftsdaten erhalten können.

Die Two-Factor-Authentication (2FA) ist eine Unterform der Multi-Faktor-Authentifizierung, bei der die Identität eines Nutzers durch genau zwei unterschiedliche Faktoren verifiziert wird. Meistens wird hierbei die Eingabe des persönlichen Passworts (Wissen) mit der Eingabe eines einmaligen Codes verknüpft, der per App auf das Smartphone des Benutzers gesendet wird (Besitz). Die konsequente Aktivierung von 2FA für alle geschäftlichen Cloud-Anwendungen und VPN-Zugänge gehört heute zu den wichtigsten IT-Sicherheits-Basismaßnahmen für jedes zukunftsorientierte Unternehmen.

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