Glossar
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Hardening (Systemhärtung) bezeichnet den Prozess, ein IT-System durch gezielte Konfigurationsmaßnahmen widerstandsfähiger gegen Angriffe zu machen – etwa durch das Deaktivieren unnötiger Dienste, das Setzen restriktiver Zugriffsrechte und das konsequente Einspielen von Sicherheits-Patches. Ziel ist die deutliche Reduzierung der Angriffsfläche (Attack Surface), die ein System potenziellen Angreifern bietet. Hardening ist eine der kosteneffizientesten Sicherheitsmaßnahmen und sollte für jeden Server, jedes Endgerät und jede Anwendung im Unternehmen standardmäßig durchgeführt werden.

Hardware-as-a-Service (HaaS) ist ein Beschaffungsmodell, bei dem Unternehmen IT-Hardware – Server, Laptops, Netzwerkkomponenten – nicht kaufen, sondern gegen eine monatliche Gebühr vom Anbieter mieten und als Managed Service beziehen. Der Anbieter übernimmt dabei Wartung, Austausch und Aktualisierung der Hardware, was interne IT-Ressourcen entlastet und Investitionskosten in planbare Betriebskosten (CAPEX → OPEX) umwandelt. Für mittelständische Unternehmen bietet HaaS eine attraktive Möglichkeit, stets auf dem neuesten Hardware-Stand zu bleiben, ohne hohe Einmalinvestitionen tätigen zu müssen.

Der IT-Helpdesk ist die erste Anlaufstelle für Mitarbeiter bei technischen Problemen, Störungen oder Fragen rund um die IT-Infrastruktur des Unternehmens. Moderne Helpdesk-Systeme arbeiten mit Ticketing-Software wie Jira Service Management, Zendesk oder Freshdesk, die eine strukturierte Erfassung, Priorisierung und Nachverfolgung aller Anfragen ermöglichen. Ein gut organisierter Helpdesk steigert die Mitarbeiterzufriedenheit, reduziert Ausfallzeiten und liefert wertvolle Daten zur kontinuierlichen Verbesserung der IT-Infrastruktur.

High Availability (HA) beschreibt die Fähigkeit eines IT-Systems, auch bei Teilausfällen einzelner Komponenten durchgehend verfügbar zu bleiben – typischerweise mit einer Verfügbarkeit von 99,9 % oder höher (entspricht maximal ~8,7 Stunden Ausfall pro Jahr). Erreicht wird Hochverfügbarkeit durch redundante Hardware, Load Balancing, automatisches Fail-over und geografisch verteilte Rechenzentren. Für Unternehmen, die auf geschäftskritische Anwendungen, Online-Shops oder Produktionssysteme angewiesen sind, ist High Availability kein Luxus, sondern ein wirtschaftliches Muss.

Ein Honeypot ist ein bewusst als Köder eingesetztes, scheinbar verwundbares IT-System oder eine Netzwerkressource, die dazu dient, Angreifer anzulocken, ihre Methoden zu beobachten und frühzeitig auf Bedrohungen aufmerksam zu werden. Sicherheitsteams nutzen Honeypots als wertvolles Frühwarnsystem, um neue Angriffsvektoren zu erkennen, bevor echte Systeme betroffen sind. Der strategische Einsatz von Honeypots in der Unternehmens-IT liefert wertvolle Threat Intelligence und hilft, die eigene Sicherheitsstrategie kontinuierlich zu verbessern.

HTTPS ist die verschlüsselte Version des klassischen HTTP-Protokolls und stellt sicher, dass die Datenübertragung zwischen einem Webbrowser und einem Server mithilfe von TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security) gesichert ist. Das erkennbare Schloss-Symbol im Browser signalisiert Nutzern, dass eine sichere Verbindung besteht und übertragene Daten – etwa Passwörter oder Zahlungsinformationen – nicht abgefangen werden können. Für Unternehmenswebsites ist HTTPS heute nicht nur eine Sicherheitspflicht, sondern auch ein direkter Google-Rankingfaktor und damit geschäftskritisch für die Online-Sichtbarkeit.

Die Hybrid Cloud ist eine IT-Infrastrukturstrategie, die private Cloud-Umgebungen (On-Premise oder privates Rechenzentrum) mit öffentlichen Cloud-Diensten wie Microsoft Azure, AWS oder Google Cloud kombiniert und beide Welten nahtlos miteinander verbindet. Unternehmen nutzen die Hybrid Cloud, um sensible Daten sicher on-premise zu halten und gleichzeitig von der Skalierbarkeit und Flexibilität der Public Cloud zu profitieren. Für den deutschen Mittelstand ist die Hybrid Cloud oft der pragmatischste Weg, Datenschutzanforderungen (DSGVO) mit den Vorteilen moderner Cloud-Technologien zu verbinden.

Ein Hypervisor (auch Virtual Machine Monitor, VMM) ist die Kernsoftware, die Virtualisierung ermöglicht, indem sie mehrere virtuelle Maschinen (VMs) auf einer physischen Hardware gleichzeitig betreibt und dabei Ressourcen wie CPU, RAM und Speicher effizient aufteilt. Man unterscheidet zwischen Typ-1-Hypervisoren (direkt auf der Hardware, z. B. VMware ESXi, Microsoft Hyper-V) und Typ-2-Hypervisoren (auf einem Betriebssystem, z. B. VirtualBox). Der Hypervisor ist das Fundament moderner Serverkonsolidierung und Cloud-Infrastrukturen – ohne ihn wäre skalierbares, kosteneffizientes Cloud Computing nicht möglich.

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