IT-Notfallplan: Sind Sie auf den Worst-Case vorbereitet?

Stellen wir uns vor: Ein Mitarbeiter sitzt allein im Büro und erledigt noch die letzten Aufgaben des Tages. Es ist 18:24 Uhr. Die Kollegen sind bereits im Feierabend. Nun der Worst-Case: Der PC wird langsamer, die Maus des Mitarbeiters bewegt sich von allein und nun verschlüsseln sich die ersten Dokumente und Ordner auf dem Desktop und Laufwerk. Wie würden Sie oder Ihre Kollegen sich in der Situation des Mitarbeiters verhalten?

Anderes Beispiel: Die Belegschaft arbeitet im vollen Gange. Von einen auf den anderen Moment gibt es kein Internet und der Betrieb steht. Der Grund: Draußen hat der Bagger unabsichtlich die Internetleitung durchtrennt. Wie handeln Ihre Mitarbeiter in dieser Situation, um die IT wieder funktionsbereit zu machen?

Dies sind nur zwei Szenarien, aber es gibt noch weitere unvorhersehbare Ereignisse, in denen die Mitarbeiter und Vorgesetzten die IT-Infrastruktur wieder schnellstmöglich ans Laufen bekommen müssen, sodass der Alltagsbetrieb wieder funktioniert.

Was ist ein IT-Notfallplan?

Ein IT-Notfallplan ist ein detailliertes Verfahren, das ein Unternehmen im Falle eines IT-Ausfalls befolgt. Er umfasst Maßnahmen zur Wiederherstellung von IT-Systemen und Daten, zur Minimierung von Ausfallzeiten und zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität. Darunter fallen sowohl typische Gefahren für die IT-Infrastruktur wie Virenbefall und Identitätsdiebstahl, aber auch Szenarien wie ein Stromausfall oder ein Brandfall.

Warum ist ein IT-Notfallplan wichtig?

Erstens minimiert er die Auswirkungen von IT-Ausfällen auf das eigene Unternehmen, indem er sicherstellt, dass kritische Systeme und Daten schnell wiederhergestellt werden. Zweitens hilft er, die Einhaltung gesetzlicher und branchenspezifischer Anforderungen zu gewährleisten. Als Beispiel hierfür kann eine Cyberversicherung oder eine Zertifizierung (ISO, TISAX oder NIS2) dienen. Drittens bietet er Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, da er auf die spezifischen Bedürfnisse und Situationen des eigenen Unternehmens zugeschnitten werden muss.

Was ist beim Einsatz eines IT-Notfallplans zu beachten?

Ein Wiederanlaufplan ist von essenzieller Bedeutung, da nach einem Ausfall nicht alle virtuellen Maschinen sofort wieder in Betrieb genommen werden müssen. In der Regel genügt eine kleine Anzahl dieser Maschinen, um den Notbetrieb aufrechtzuerhalten. Dies zu erkennen, hilft Unternehmen, ihr eigenes Konzept kritisch zu hinterfragen und sich dessen bewusst zu werden. Oft wird ein solcher Plan zusammen mit externen Beratern in einem kleinen Audit durchgeführt. Der Vorteil dabei ist, dass ein zweites Paar Augen auf den Plan schaut, was zusätzliche Sicherheit und Perspektiven bietet und so zur Optimierung der Wiederanlaufstrategie nach einem IT-Ausfall beiträgt.

Eine Studie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigt, dass ein effektiver IT-Notfallplan das Risiko von Betriebsunterbrechungen signifikant reduziert. Dies unterstreicht die Notwendigkeit für Unternehmen, in einen soliden IT-Notfallplan zu investieren, um Geschäftsprozesse und Ressourcen zu schützen.

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